Riesenmammutbaum, Mammutbaum, Sierra-Mammutbaum, Wellingtonie
Sequoiadendron giganteum

🌿 Morphologie
🌞 Wachstumsbedingungen
🌍 Herkunft und Familie
🌾 Verwendungen
Warnung: Trotz der Sorgfalt bei der Erstellung dieses Datenblatts ist es wichtig, verschiedene Quellen zu konsultieren, bevor eine Pflanze verwendet oder verzehrt wird. Im Zweifelsfall konsultieren Sie einen qualifizierten Fachmann
Permakultur-Verwendung
Der Riesenmammutbaum wird in der Permakultur vor allem als Schattenspender und Windschutz eingesetzt, aufgrund seiner Größe jedoch hauptsächlich in großflächigen Systemen. Sein Holz ist resistent gegen Fäulnis und Insektenbefall, was es für dauerhafte Konstruktionen interessant macht. Die Nadeln können als Mulchmaterial verwendet werden, jedoch ist Vorsicht geboten, da sie eine hohe Konzentration an Gerbstoffen enthalten und den Boden leicht versauern können. Außerdem bieten die jungen Triebe und Samen eine Nahrungsquelle für Wildtiere.
Permapeople Beschreibung
Der weltweit größte Einzelbaum und das größte Lebewesen bezüglich des Volumens.
Botanische Beschreibung
Sequoiadendron giganteum ist ein immergrüner Nadelbaum aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Er ist einer der größten und massereichsten Bäume der Welt und kann eine Höhe von über 85 Metern und einen Stammdurchmesser von über 8 Metern erreichen. Die Borke ist dick, rotbraun und gefurcht. Die Blätter sind schuppenartig und dicht an den Zweigen anliegend. Die Zapfen sind eiförmig und enthalten zahlreiche kleine Samen. Die Bäume können sehr alt werden, einige Exemplare sind über 3000 Jahre alt.
Mischkultur
Aufgrund seiner Größe und seiner Auswirkungen auf den Boden (Versauerung) ist das Compagnonnage schwierig zu gestalten. Pflanzen, die saure Böden bevorzugen, wie Rhododendren und Azaleen, können in der Nähe gepflanzt werden. Es ist wichtig, konkurrenzstarke Pflanzen zu vermeiden, die dem Riesenmammutbaum das Wasser und die Nährstoffe streitig machen könnten.
Vermehrungsmethoden
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Samen. Die Samen benötigen eine Kältebehandlung (Stratifizierung), um die Keimruhe zu brechen. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr in Anzuchtschalen. Die Sämlinge wachsen langsam und benötigen einen sonnigen Standort und gut durchlässigen Boden. Eine Vermehrung durch Stecklinge ist ebenfalls möglich, aber weniger erfolgreich. Veredelung auf Unterlagen anderer Zypressengewächse ist ebenfalls gebräuchlich.
Geschichte und Traditionen
Der Riesenmammutbaum wurde 1853 von John Lindley wissenschaftlich beschrieben. Er ist in der Sierra Nevada Kaliforniens heimisch. Die indianischen Stämme der Region nutzten die Rinde für den Bau von Hütten und die Fasern für die Herstellung von Seilen. Im 19. Jahrhundert wurden viele Bäume gefällt, um Platz für Landwirtschaft und Bergbau zu schaffen. Heute stehen die meisten Riesenmammutbäume unter Schutz.
Nutzungskalender
Die Blütezeit ist im Frühjahr (März-April). Die Zapfen reifen im zweiten Jahr und setzen ihre Samen im Spätsommer/Herbst frei. Die Aussaat erfolgt idealerweise im Frühjahr nach einer Kältebehandlung der Samen. Die Pflanzung von Jungpflanzen kann im Frühjahr oder Herbst erfolgen. Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich.